Rückblick auf die ersten Thüringer Schlössertage 2014

Erfolgreiche Premiere trotz tropischer Temperaturen

Die Premiere am Pfingstwochenende 2014 war bereits ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Aufgetischt! Lebenslust und Tafelfreuden“ gab es vom 6. bis 9. Juni in zwölf Burgen und Schlössern Erlebnisführungen und kurzweilige Vorträge, eigens konzipierte Ausstellungen, Festkonzerte, Diners und jede Menge Veranstaltungen für Familien. Vor allem ging es natürlich rund um das Thema Essen und das kulinarische Leben zu Zeiten der Burg- und Schlossherren. Trotz tropischer Hitze an den Pfingsttagen wurden insgesamt rund 17.000 Besucher in die Burgen und Schlösser gelockt. Gerade die besondere thematische Ausrichtung stieß bei vielen Besuchern von jung bis alt auf große Begeisterung.

Wie wurde gespeist? Welche Sitten gab es bei Tisch und vor allem: Was kam auf den Teller? Diese und andere Fragen wurde nicht allein anhand historischer Speisekarten, Rezepte und Tafelgeschirre beantwortet. Über zum Teil sehr kuriose Tischsitten an den europäischen Höfen erfuhr man im Vortrag in Schmalkalden; ihre Nachwirkungen bis in die heutige Zeit machte Prinz Asfa Wossen Asserate in seiner Lesung im Sommerpalais Greiz anschaulich. Zum Staunen lud in Altenburg das nachgestaltete Zuckerbankett der Jülicher Hochzeit von 1585 ein. In Rudolstadt erwartete die Besucher eine prachtvolle Hoftafel des Barock, und eine Ausstellung erklärte die Besonderheiten der Rudolstädter Tafelkultur. Bei Themenführungen gelangte man in Schmalkalden vom Kräutergarten über die Hofküche bis ins Tafelzimmer. Im Stadtschloss Weimar bekam man die sonst verschlossenen Wirtschaftskeller und Dienertreppen, in Sondershausen aber einen regelrechten Partykeller aus der Zeit des Barock zu sehen. Dem fürstlichen Halali und seinen kulinarischen Traditionen war das Programm im Reußischen Jagdschloss Burgk gewidmet. Nicht zuletzt bot die Thematik auch Anlass zu Spezialpräsentationen der reichen Kunstsammlungen.

Kostüm- und Genussführungen waren mancherorts wie in Dornburg mit kleinen Köstlichkeiten gespickt, während andernorts wie in Meiningen getreu nachgekochte Galadiners auf die Gäste warteten. Handfesteres gab es beim Mittelalterfest auf der Veste Heldburg zu essen, aber auch an der in Gotha aufgebauten „längsten Festtafel Thüringens“ (65 m). Erlesenes zum Mitnehmen hielten die Märkte in Greiz, Molsdorf und Sondershausen bereit, und ein Reigen von Konzerten rundete die ersten Thüringer Schlössertage ab.

 

 

Programm 2014